Thomas Rehnert lebt und arbeitet in Berlin. Als Schlagzeuger, Klangkünstler, Komponist und Medienkünstler bewegt er sich an der Schnittstelle von non-idiomatischer Improvisation, Klangkunst, elektronischer Musik und audiovisuellen Medien. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Materialität des Klangs sowie die Entwicklung performativer Klang-, Bild- und Mediensysteme.
Die Wurzeln seiner künstlerischen Praxis liegen in der Punk- und DIY-Kultur des West-Berlin der 1980er Jahre. Bereits in dieser Zeit begann er sich mit improvisierter und elektroakustischer Musik sowie mit Maschinen, Automaten und elektronischen Klangerzeugern auseinanderzusetzen. Aus diesen unterschiedlichen Einflüssen entwickelte sich ein kontinuierlicher künstlerischer Forschungs- und Arbeitsprozess, der sich mit der Organisation komplexer Klang-, Bild- und Interaktionsprozesse beschäftigt.
Heute entwickelt Thomas Rehnert eigene Instrumente, analoge modulare Klang- und Bildsysteme sowie performative Konstellationen, in denen Menschen, Instrumente und technische Systeme miteinander in Beziehung treten. Maschinen versteht er dabei nicht als technische Selbstzwecke, sondern als Werkzeuge zur Erforschung neuer Formen musikalischer, visueller und sozialer Interaktion.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Entwicklung und Erprobung kollektiver Improvisations- und Interaktionsmodelle. Komposition, Improvisation, Interpretation und technische Systeme werden dabei nicht als voneinander getrennte Bereiche verstanden, sondern als Bestandteile gemeinsamer Versuchsanordnungen. Die daraus entstehenden Performances, Installationen und audiovisuellen Arbeiten untersuchen Fragen nach Autorschaft, Kollektivität sowie nach der Organisation und Selbstorganisation musikalischer und medialer Prozesse.
